Heizung ausgefallen – Was tun?
Die Heizung bleibt komplett kalt? So gehen Sie systematisch vor, finden mögliche Ursachen und wissen, wann der Heizungsnotdienst gerufen werden sollte.
Wenn die Heizung mitten im Winter plötzlich komplett ausfällt, ist der erste Impuls oft Panik – dabei lässt sich in vielen Fällen mit ein paar gezielten Handgriffen selbst herausfinden, woran es liegt, bevor überhaupt ein Notdienst gerufen werden muss. Werfen Sie zunächst einen Blick auf das Display der Heizungsanlage: Moderne Gas- und Ölheizungen zeigen bei einer Störung meist einen Fehlercode oder eine blinkende Kontrollleuchte an, die bereits einen ersten Hinweis auf die Ursache gibt. Prüfen Sie außerdem, ob die Stromversorgung überhaupt steht – ein ausgelöster Sicherungsautomat im Verteilerkasten ist eine der häufigsten und zugleich am schnellsten behebbaren Ursachen für einen kompletten Ausfall.
Als Nächstes lohnt sich ein Blick auf den Betriebsdruck der Anlage, ablesbar am Manometer. Liegt der Zeiger unterhalb der grün markierten Zone (meist zwischen 1 und 2 bar), fährt die moderne Heizungssteuerung die Anlage aus Sicherheitsgründen automatisch herunter. In diesem Fall hilft oft schon das Nachfüllen von Heizungswasser über den Füllhahn, um die Anlage wieder in Betrieb zu nehmen. Auch ein Blick auf den Raumthermostat schadet nicht: Ist versehentlich die Nachtabsenkung aktiv oder die Solltemperatur zu niedrig eingestellt, wirkt das von außen wie ein Totalausfall, obwohl die Anlage technisch einwandfrei läuft.
Weitere mögliche Ursachen prüfen
Bei Gasheizungen kann zudem die Gaszufuhr die Ursache sein – prüfen Sie, ob das Gasabsperrventil versehentlich geschlossen wurde und ob andere Gasgeräte im Haushalt ebenfalls betroffen sind, was auf eine Versorgungsstörung des Netzbetreibers hindeuten würde. Riechen Sie an der Heizungsanlage ungewöhnlich nach Gas, sollten Sie die Anlage sofort nicht mehr berühren, das Gebäude lüften und umgehend den Gasnotdienst sowie im Zweifel die Feuerwehr informieren – dieser Fall duldet keinen Aufschub. Lässt sich die Störung mit den genannten Maßnahmen nicht beheben oder tritt der Fehlercode nach einem Reset erneut auf, ist der Zeitpunkt gekommen, einen Fachbetrieb hinzuzuziehen, statt selbst an der Elektronik oder den Brennerkomponenten herumzuschrauben.
Gerade in den kalten Monaten sollte ein kompletter Heizungsausfall nicht zu lange hingenommen werden: Neben dem Komfortverlust drohen bei anhaltender Kälte auch eingefrorene Wasserleitungen und im schlimmsten Fall Frostschäden am Gebäude. Über unsere Vermittlung erreichen Sie schnell und unkompliziert einen Heizungsnotdienst in Ihrer Nähe, der die Ursache vor Ort fachgerecht diagnostiziert und die Anlage in aller Regel noch am selben Tag wieder zum Laufen bringt.
Was Sie bis zum Eintreffen des Notdienstes tun können
Während Sie auf den Techniker warten, können Sie bereits vorsorgen, um Folgeschäden zu vermeiden: Drehen Sie bei anhaltendem Frost zumindest die Warmwasserhähne gelegentlich leicht auf, damit das Wasser in den Leitungen nicht komplett stillsteht und einfriert, und öffnen Sie Türen zu weniger beheizten Räumen wie Abstellkammern, damit sich die Restwärme im Haus besser verteilt. Sinnvoll ist außerdem, den genauen Zeitpunkt des Ausfalls sowie eventuelle Fehlercodes oder ungewöhnliche Geräusche kurz zu notieren, da diese Informationen dem Techniker bei der Ferndiagnose und der Einschätzung, welche Ersatzteile mitgebracht werden sollten, erheblich helfen. Wer einen elektrischen Heizlüfter oder eine Notheizung besitzt, kann damit übergangsweise zumindest die wichtigsten Räume vor dem völligen Auskühlen bewahren, bis die eigentliche Heizungsanlage wieder läuft.
Ein kompletter Ausfall betrifft im Übrigen nicht immer das ganze Haus gleichermaßen – bei größeren Gebäuden mit mehreren Heizkreisen kann es vorkommen, dass nur ein Teil der Räume kalt bleibt, während andere weiterhin normal beheizt werden. Diese Beobachtung sollte dem Techniker unbedingt mitgeteilt werden, da sie die Fehlersuche erheblich eingrenzt und meist auf ein Problem am jeweiligen Verteiler statt am zentralen Wärmeerzeuger hindeutet.
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